Lele, Fritz und ich

Als Lehrerin und leidenschaftliche Geschichtenerzählerin verbinde ich meine Erfahrungen mit meiner Vision, Lernen durch spannende Abenteuer greifbar zu machen. Das Projekt „Lele und Fritz“ entstand aus dem Wunsch, Kindern kreatives Denken und Mitmachen zu ermöglichen – stets praxisnah und mit Herz. Meine persönliche Reise und pädagogische Werte prägen jede Geschichte und Übung, die ich mit viel Liebe entwickle.

Lele

Lele ist ein junger Lilanduu – anders als alle anderen. 

Während die meisten Lilanduus braunes Fell haben, ist seines schneeweiß. Seine Augen leuchten rot, und seine langen Haare trägt er in vielen kleinen Zöpfen mit Bernsteinperlen. 

Weil sein helles Fell ihn verraten könnte, muss Lele verborgen leben. Die Sonne blendet ihn, und draußen wartet oft Gefahr. Trotzdem ist er neugierig auf die Welt der Menschen. 

Lele liebt Weintrauben, sammelt Nüsse und stellt viele Fragen. Obwohl er manchmal Angst hat, spürt er tief in sich, dass sein Anderssein einen Grund hat. 

Fritz

Fritz ist elf Jahre alt und lebt seit kurzem mit seinen Eltern auf dem Land. Früher wohnte er in Wien, hoch über der Stadt, zwischen Straßenbahnen, Lichtern und vielen Menschen. Nun steht er plötzlich zwischen Feldern, Windrädern und stillen Häuserreihen. 

Er trägt meistens einen grünen Hoodie, eine Brille und hat oft einen nachdenklichen Blick. Fritz liebt Computer, Spiele und neue Technik. Besonders spannend findet er künstliche Intelligenz und alles, was mit Erfinden und Verstehen zu tun hat. 

In der Schule war er oft Außenseiter. Er ist ruhig, sensibel und denkt viel nach. Doch genau das macht ihn besonders. Fritz beobachtet Dinge, die andere übersehen. 

 Mama

Fritz’ Mama stammt aus Wien und vermisst ihr früheres Leben sehr. Die kleine Ortschaft auf dem Land ist das genaue Gegenteil von allem, was sie kennt. 

Sie liebt Ordnung, schöne Kleidung und das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben. Der Umzug fällt ihr schwerer, als sie zeigen möchte. 

Trotzdem kümmert sie sich liebevoll um Fritz. Auch wenn sie oft still wirkt, steckt in ihr viel Wärme und Stärke. 

Papa

Fritz’ Papa ist Ingenieur und arbeitet bei den großen Windrädern rund um das Dorf. Er ist ruhig, klug und versucht immer, vernünftige Lösungen zu finden.

Früher lebte er selbst hier auf dem Land. Für ihn bedeutet die Rückkehr Heimat. Für Fritz versucht er, die neue Welt verständlich zu machen.

Papa glaubt fest daran, dass Wissen wichtig ist und dass Fritz später seinen eigenen Weg finden wird.

Carla 

Carla beobachtet lieber erst, bevor sie etwas sagt.

Sie wirkt ruhig und aufmerksam, merkt sich aber alles ganz genau. Während andere laut sind, hört Carla zu.

Sie liebt Tiere, die Natur und lange Wege durch die Windschutzgürtel. Zwischen ihr und Fritz entsteht langsam eine besondere Freundschaft.


Die Lilanduus

Die Lilanduus leben verborgen in den Windschutzgürteln zwischen den Feldern. Seit vielen Generationen beschützen sie Tiere, Pflanzen und ihre geheime Welt.

Sie bewegen sich lautlos durch die Natur, helfen verletzten Tieren und kennen Heilkräuter, die Menschen längst vergessen haben.

Nur wenige Menschen ahnen überhaupt, dass es sie gibt.

Denn das größte Gesetz der Lilanduus lautet:

Die Menschen dürfen sie niemals entdecken.

Der hohe Rat

Onkel Franz

Onkel Franz arbeitet jeden Tag am Hof und spricht meistens laut, direkt und im starken Dialekt. 

Mit seinen rauen Händen und der alten Latzhose wirkt er auf den ersten Blick streng. Doch hinter seiner kräftigen Art steckt ein gutes Herz. 

Er hilft, wo er kann, und hält die Familie zusammen – auch wenn er Gefühle selten offen zeigt. 

Tante Gerti

Tante Gerti bringt Leben in den Hof. 

Sie liebt Blumen, Kräuter und ihren großen Garten unter dem alten Apfelbaum. Bei ihr riecht es nach frischem Brot, Sommer und Erde nach dem Regen. 

Mit ihrer warmen Art schafft sie es oft, dass sich andere willkommen fühlen – selbst dann, wenn sie traurig oder unsicher sind. 

Josef

Josef ist Fritz’ Cousin und genau in seinem Alter. Er fährt viel mit dem Fahrrad, ist ständig draußen unterwegs und kennt jede Ecke des Dorfes.

Am Anfang macht er sich über Fritz lustig. Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein.

Doch hinter Josefs frecher Art steckt mehr, als Fritz zuerst glaubt.